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Ein Tor schrieb SG-Geschichte: Ein unvergesslicher Aufstiegskrimi vor 25 Jahren

Vor 25 Jahren schrieb die SG Balve/Garbeck Vereinsgeschichte: Der erste Aufstieg in die Bezirksliga wurde durch ein Tor in einem Spiel perfekt, das die eigene Mannschaft nur noch als Zuschauer verfolgte. Ein Fußballkrimi, den bis heute niemand vergessen hat.

Der Sommer 2001 gehört zu den prägendsten Kapiteln der Vereinsgeschichte der SG Balve/Garbeck. Eine außergewöhnliche Entscheidungsrunde, ein eigener Sieg in Freienohl und ein später Kopfballtreffer eines Gegenspielers machten den Traum vom Bezirksliga-Aufstieg wahr.

Ein Dreikampf um den Aufstieg

Die Kreisliga-A-Saison 2000/01 endete mit einer Seltenheit: Gleich drei Mannschaften – die SG Balve/Garbeck, der TuS Sundern II und TuRa Freienohl – schlossen die Saison punktgleich an der Tabellenspitze ab. Eine Entscheidungsrunde musste über den Bezirksliga-Aufstieg entscheiden.

Die Ausgangslage sprach zunächst nicht für die SG. In den direkten Vergleichen der Saison hatte Sundern II die bessere Bilanz. Dennoch zeigte sich Spielertrainer Martin Gruschka selbstbewusst: „Auch wenn wir im Rückspiel schlecht gespielt und verloren haben, waren wir immer noch besser als Sundern. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir diesmal gewinnen.“

Ein spätes Tor hält den Traum am Leben

Am 1. Juni 2001 empfing die SG den TuS Sundern II auf dem Krumpaul vor mehr als 600 Zuschauern. Die Gastgeber bestimmten das Spiel, scheiterten jedoch immer wieder am überragenden TuS-Keeper Nils Pleuge. Sundern ging in Führung, ehe Rainer Schmoll in der 88. Minute nach einer Ecke den umjubelten Ausgleich erzielte. Das 1:1 hielt beide Mannschaften im Rennen.

Der Schlüssel zum Aufstieg

Vier Tage später folgte das Auswärtsspiel in Freienohl. Auch hier gab es mit über 500 Zuschauern eine prächtige Kulisse in der Küppelkampfbahn. Ohne den bereits im Urlaub befindlichen Spielertrainer Ralf Runte rückte der erfahrene Gerd Budde überraschend in die Startelf – obwohl er zuvor in der gesamten Saison kein Pflichtspiel bestritten hatte.

Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig: Bereits in der 5. Minute brachte Martin Gruschka die SG in Führung. In der zweiten Halbzeit sorgte ein Eigentor nach einer Hereingabe von Smajl Jagurdzija für den 2:0-Endstand. Die SG hatte ihre Hausaufgaben erledigt und setzte Sundern damit unter enormen Druck.

Ein Tor, das alles veränderte

Das letzte Spiel der Entscheidungsrunde verfolgte die Mannschaft am 8. Juni 2001 gemeinsam mit über 450 Zuschauern auf der Tribüne des Röhrtalstadions. Sundern führte gegen Freienohl bereits mit 2:0 und war nur noch einen Treffer vom Aufstieg entfernt.

Dann kam die 85. Minute.

Nach einer Ecke für Freienohl stieg Hubertus Wrede am höchsten und köpfte zum 2:1 ein. Mit diesem Treffer war klar: Sundern würde den benötigten Drei-Tore-Vorsprung nicht mehr erreichen.

Als Schiedsrichter Dieter Schumacher wenige Minuten später die Partie beendete, brachen auf der Tribüne alle Dämme. Die SG Balve/Garbeck war erstmals in ihrer Vereinsgeschichte Bezirksligist.

Ein Meilenstein der Vereinsgeschichte

Der Aufstieg fiel damals passend zum zehnjährigen Bestehen der SG Balve/Garbeck, die 1991 aus der Fusion des VfK Balve und des FC Garbeck hervorgegangen war. Ein Vierteljahrhundert später gehört dieser Erfolg noch immer zu den größten Momenten der Vereinsgeschichte – nicht zuletzt wegen seines außergewöhnlichen Verlaufs.

Die damalige Mannschaft um das Spielertrainer-Duo Martin Gruschka und Ralf Runte legte mit Teamgeist, Leidenschaft und Zusammenhalt den Grundstein für ein Kapitel, das bis heute unvergessen ist.

👉 Erinnert ihr euch noch an diesen besonderen Tag? Erzählt uns eure Erinnerungen oder markiert jemanden, der damals dabei war! 💙🖤🤍