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 | SG Balve/Garbeck - die Geschichte von 1991 - 1998 |
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Der Fusionsgedanke zwischen dem VfK Balve und dem FC Germania Garbeck zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der beiden Vereine. Schon nach dem 2. Weltkrieg kam dieser Gedanke aus Balve, wurde aber von den Garbecker vehement abgelehnt. Robert Prior, der es wagte, auf dem Garbecker Sportfest diesen Gedanken laut auszusprechen, musste fluchtartig die Garbecker Schützenhalle verlassen. Auch spätere Versuche scheiterten. Erst 1988 schien die Zeit für Gespräche gekommen zu sein. Zunächst gab es eine Fusion im A- und B-Jugendbereich. In dieser Zeit fanden lockere Gespräche zwischen den Vereinsvorständen statt, die sich im Laufe der Zeit mit ihren Vorstellungen näherten und sich einstimmig für eine Fusion aussprachen. Dabei spielte es nicht nur eine große Rolle, dass die Verantwortlichen im sportlichen Bereich mit der Fusion die größeren Möglichkeiten sahen, auch der finanzielle Aspekt spielte eine entscheidende Rolle. Ein weiteres Argument war die gute Zusammenarbeit im Jugendbereich. Auf Seiten der Garbecker sprach der Mangel an Jugendtrainern und Schiedsrichtern zusätzlich für die Fusion. Nach etlichen Gesprächen zwischen den Vorstandsmitgliedern fanden im Dezember 1990 getrennte Informationsgespräche mit den Mitgliedern statt. In Garbeck formierte sich schnell eine Gegenpartei, die großteils aus den älteren Mitgliedern bestand. Der erste Vorsitzende Hermann- Josef Neuhaus hatte ein schweres Amt an diesem Abend. Doch auch in der Versammlung fanden sich keine Freiwilligen, die Verantwortung im Jugendbereich oder als Schiedsrichter übernehmen wollten. So sah der Garbecker Vorstand alle Mittel erschöpft und im Februar 1991 kam es zu einer außerordentliche Generalversammlung. Es kamen 85 Mitglieder, von denen sich 59 für die Fusion entschieden. Die 25 Gegenstimmen hätten laut Satzung gereicht, um die Fusion scheitern zu lassen. Da es aber eine Stimmenthaltung gab, entschieden sich die Garbecker knapp für die Fusion. In Balve gab es diese Probleme nicht. Ob die Gegner der Fusion nicht zur Abstimmung kamen, oder ob in Balve der Realität ins Auge gesehen wurde, soll hier nicht spekuliert werden. Das Ergebnis war allerdings eindeutig. Von 93 Mitgliedern sprachen sich 82 für die Fusion aus. So kam es am 18. April 1991 in der Aula des Schulzentrums zur Gründungsversammlung des neuen Vereins, der nach langer Diskussion SG Balve/Garbeck 23/21 genannt wurde.
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Bei den Vereinsfarben fiel die Entscheidung schnell: alle Farben der Vereine wurden zusammengenommen und das ergab die neuen Vereinsfarben Blau-Schwarz-Weiß. Im ersten gemeinsamen Vorstand fanden sich viele der alten Vorstandsmitglieder der alten Vereine wieder. Vorsitzender wurde Heiner Bierhoff und sein Vertreter Hermann-Josef Neuhaus. Klaus Troost und Eberhard Schulte- Schmale kümmerten sich um die Finanzen und Ludger Schulte und Ulrich Stracke waren für die Geschäftsführung verantwortlich.
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Wer nun dachte, dass es nach dieser Fusion mit dem neuen Verein rund laufen würde, der hatte kräftig geirrt. Ausgerechnet in diesem Jahr rollte bei den alten Vereinen die Abstiegswelle. Der VfK stieg aus der Bezirksliga in die Kreisliga A ab. Die erste Mannschaft des FC Germania Garbeck schaffte den Klassenerhalt in der Kreisliga A nicht. Nach diesen Abstiegen war der Traum von einer Mannschaft in der Bezirksliga, der Reserve in der Kreisliga A und zwei Mannschaften in der Kreisliga B ausgeträumt. Leider waren viele Spieler nicht bereit, einen kompletten Neuanfang zu machen und verließen den Verein. Dies wurde ihnen durch eine Klausel des DFB vereinfacht, denn nach einer Fusion konnte jeder Spieler innerhalb von 14 Tagen den Verein ablösefrei verlassen. Der neue Vorstand stand vor dem Problem, eine schlagkräftige Truppe zu verpflichten, was sich nur mit erheblichem finanziellen Aufwand verwirklichen ließ.
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Mit diesem finanziellen Kraftakt hatte die SG Balve/Garbeck jahrelang zu kämpfen. Leider verpasste die Mannschaft knapp den Aufstieg in die Bezirksliga. Im Pokal zeigte die Mannschaft ebenfalls ihre Klasse. Sie gewann den Kreispokal gegen den TuS Sundern und schied erst auf der Landesebene aus. Schlagzeilen anderer Art schrieb die SG in finanzieller Hinsicht. Da das Schiedsrichtersoll nicht erfüllt war, durfte die Mannschaft nicht an Turnieren teilnehmen. Besonders der lukrative WFG-Cup reizte. Kurzerhand wurde die vierte Mannschaft abgemeldet und an dem Turnier teilgenommen. Der Kreisvorstand leitete diese Vorgänge an die Verbandsspruchkammer weiter. Der Richterspruch verstärkte die finanziellen Sorgen der SG, denn neben einer Geldstrafe erhielt der Verein eine Turniersperre für ein Jahr. Damit mussten das Sportfest und die Stadtmeisterschaft ausfallen. Die vierte Mannschaft blieb weiter abgemeldet und konnte bis zum heutigen Tag nicht wieder gebildet werden. Nur ein strikter Sparkurs konnte den Verein noch retten. Der neue Vorsitzende Hermann- Josef Neuhaus gab die Richtlinien aus. Eine junge, hungrige Truppe sollte für die SG antreten. Meist waren es die Balver Eigengewächse aus der guten Nachwuchsarbeit. Aber auch diese Spieler waren teilweise schwer zu halten, denn es gab bei der SG kein Handgeld mehr. Zwar wuchsen so die Schulden des Vereins nicht mehr, dafür ging es aber sportlich bergab, denn die Mannschaft konnte sich in der Kreisliga A nicht halten und musste absteigen. Die junge Mannschaft blieb zusammen und hatte auch sportlich einiges gelernt, sodass in der Saison 1995/96 der direkte Wiederaufstieg geschafft werden konnte.
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Bis zum Jubiläum zum 75- jährigen Bestehen der Fusionsvereine spielte die Mannschaft mit mehr oder weniger Erfolg in der Kreisliga A. Nicht viel besser als der ersten Mannschaft ging es der Reserve. Auch sie stieg in der Saison 1994/95 ab und spielte nun in der Kreisliga C. Sie schaffte es allerdings bis zum Jubiläum nicht, das erklärte Ziel, den Wiederaufstieg, zu erreichen. Diesen Aufstieg hatte allerdings die dritte Mannschaft fest im Visier. In der Saison 1994/95 stand die Truppe kurz vor dem Aufstieg. Erst in den letzten Spielen ging der Mannschaft die Luft aus und sie verpasste den Aufstieg knapp. Mit dem Ausscheiden des Trainers fiel die Mannschaft auseinander und musste abgemeldet werden. Nachdem es sportlich in ruhigen Bahnen lief, traf den Verein 1996 ein harter Schicksalsschlag. Vollkommen unerwartet starb der erste Vorsitzende Hermann-Josef Neuhaus. Er hinterließ eine große Lücke im Verein. Manfred Baumeister übernahm das lange vakant stehende Amt und brachte neue wirtschaftliche Aspekte in den Verein ein. Mit ihm kam unter anderem die Bandenwerbung, die zur weiteren Entschuldung des Vereins beitrug. Bei der Jugend gab es nach der Fusion keinerlei Probleme. Im Gegenteil: die anderen Mannschaften des Kreises sprachen bald mit Hochachtung von der SG Balve/Garbeck, die viele Titel errang. Den ersten zählbaren Erfolg erreichte die EJugend gleich im ersten Jahr: sie wurde Kreismeister. Die B-Jugend war in der Saison 1994/95 beinahe nicht zu schlagen und holte die Kreismeisterschaft und den Pokal in die Hönnestadt.
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Nachdem auch die Aufstiegsrunde mit Erfolg abgeschlossen worden war, spielte die erste Jugendmannschaft der SG auf Bezirksebene. Gleichzeitig spielte die C-Jugend um den Titel. Erst im Entscheidungsspiel scheiterte unsere Mannschaft an Oeventrop. Leider konnte die B-Jugend mit dem jüngeren Jahrgang die Bezirksliga nicht halten und stieg ab. Dafür schaffte die C-Jugend den Aufstieg und vertrat die SG auf Bezirksebene. Dieses Gastspiel dauerte aber leider auch nur ein Jahr. Nun machte die D-Jugend von sich reden. Sie errang gegen den ewigen Rivalen Arnsberg 09 den Hallenkreispokal und wurde auf dem Feld Vizemeister. Die E-Jugend machte es noch besser: Sie gewann die Kreismeisterschaft.
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Nach einem Jahr des Aufbaus machte auch die C-Jugend auf sich aufmerksam. Mit 19 Siegen und einem Unentschieden war sie in ihrer Klasse vollkommen dominant und schaffte im Jubiläumsjahr den Aufstieg. Damit zeigte sich wieder einmal, dass die Fusion im Jugendbereich ein voller Erfolg war und die Verantwortlichen früherer Tage die richtige Entscheidung getroffen hatten. Im Altherren-Bereich war es nicht unbedingt das Ziel, die Fusion zu vollziehen. Stehen die Spieler im Senioren-Bereich noch zusammen auf dem Platz, sind sie bei den Altherren Gegner auf dem Feld und treten getrennt unter Balve und Garbeck an. Bei den „Bruderkämpfen“ geht es aber immer fair zu, obwohl der Ehrgeiz bei diesen Spielen auf beiden Seiten besonders hoch ist. Insbesondere bei den inoffiziellen Stadtmeisterschaften in Mellen kommt es immer wieder zu packenden Begegnungen. Bis zum Jubiläumsjahr 1998 hatten die Balver die Nase vorn. Während die Garbecker 1995 den Titel holten, konnten sich die Balver 1993 und 1998 durchsetzen. Im Jubiläumsjahr 1998 machten allerdings die Balver bei der Hallenmeisterschaft auf sich aufmerksam.
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Sowohl in der Vorrunde als auch in der Endrunde gab es keinen gleichwertigen Gegner für die Balver. Alle Mannschaften wurden regelrecht vom Platz gefegt. Beim HSK-Finale ging es den ersten Gegnern nicht besser, Balve dominierte jedes Spiel. Erst im Finale fand sich mit Eslohe eine ebenbürtige Mannschaft. Nach der regulären Spielzeit stand es 1:1 und ein Achtmeterschießen musste entscheiden. Die Balver hatten die besseren Nerven und krönten die gute Hallensaison mit dem HSK-Titel.
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